Bubenbergschiessen 2010 Nächstes Jahr zum letzten Mal?
Die Organisatoren kommen ins Alter, es fehlt an Nachwuchs: 2011 wird das Spiezer Bubenbergschiessen vielleicht zum letzten Mal durchgeführt.
Die Standarte gewann zum ersten Mal die Gruppe Lueg is Land aus Krattigen.
Am Sonntag fand auf der Spiezer Schiessanlage Gesigen zum 63.Mal das Bubenbergschiessen statt. «Leider ist die Teilnehmerzahl sinkend. Während 2009 noch 440 Schützinnen und Schützen mitmachten, waren es dieses Jahr nur noch knapp 400. Das Angebot an Freizeitbeschäftigungen ist heute derart gross, dass bei den Schützen auch das Bubenbergschiessen nicht mehr heilig ist», sagte Hans Rudolf Liechti, Präsident des Verbands Spiezer Bubenbergschiessen. Die Funktionäre hätten zwischen zwanzig und vierzig Dienstjahre auf dem Buckel, Nachwuchs sei nicht in Sicht. Der Verband hat deshalb beschlossen, den Anlass nächstes Jahr vorerst zum letzten Mal durchzuführen. Vor allem ausserkantonale Teilnehmer reagierten konsterniert, nehmen doch viele von ihnen die Gelegenheit für einen Familienausflug ins Oberland wahr. Sieger ohne EhrungDie Bubenbergstandarte wurde dieses Jahr von der Gruppe Lueg is Land aus Krattigen gewonnen, Einzelsieger ist Fritz Bula aus Galmiz. Neckisches Detail: Als er den Preis entgegennehmen sollte und man ihn zum Siegerfoto bitten wollte, war er bereits mit dem Velo auf dem Heimweg Die Standarte gewann zum ersten Mal die Gruppe Lueg is Land aus Krattigen. In seiner Festrede stellte der gebürtige Frutiger Brigadier Melchior Stoller die Sicherheit der Schweiz in den Vordergrund. «Wer lange Zeit dafür kämpfen musste, weiss, dass Freiheit und Sicherheit keine Selbstverständlichkeit sind. Sie müssen erarbeitet, gepflegt und erhalten werden», so Brigadier Stoller. Und den Schützen bescheinigt er, dass sie dafür den Tatbeweis erbringen. Die persönliche Waffe gehöre weiterhin ins Heim des Wehrmannes, sagte Stoller. Und er fragte sich, warum gerade jenen Leuten die Waffe weggenommen werden soll, die im Auftrag des Staates damit umgehen. Diese Bestrebungen seien ein versteckter Angriff auf das Milizsystem. Eine gut ausgerüstete und ausgebildete Armee sei eine Rückversicherung und die einzige Sicherheitsreserve der Schweiz, so Stoller. Ulrich Krummenacher
Einzelrangliste: 1. Fritz Bula, 69; 2. Hans Burkhard, 58; 3. Franz Studer, 56; 4. Erich Utz, 55; 8. Bernhard Schläppi, 55; 9. Hansruedi Grundbacher, 55; 11. Jürg Schick, 55; 13. Beat Stegmann, 55; 14. Adrian Keller, 54; 15. Ulrich Bilang, 54; 16. Daniel Balmer, 54; 18. Anton Brana, 54; 19. Andreas Feuz, 54; 20. Stefan Bähler, 54; Hans Marending, 54; 24. Hans Berchtold, 53; 26. Alfred Schwarz, 53; 27. Markus Baumann, 53; 29. Hans Zwygart, 53; 30. Martin Bütikofer, 53.